Kürbissorten: 4 Bio-Kürbisse für den eigenen Garten

Welche Kürbissorten in deinen Garten passen, hängt vor allem davon ab, was du später damit kochen willst: Hokkaido für Suppe mit Schale, Butternut für cremiges Ofengemüse, Spaghettikürbis als Nudelersatz und Delicata, wenn es besonders fein sein soll. Im Anbau unterscheiden sich die vier kaum – alle brauchen viel Platz, Sonne und nährstoffreiche Erde. Die Samen findest du in unserer Kategorie Bio-Gemüsesamen, alle samenfest und in Deutschland per Hand abgefüllt.

Alle Kürbissorten auf einen Blick

Nr. Ideal für Sorte Preis Am besten für
1 Einsteiger und Suppenfans Hokkaido 4,90 € Suppe, Ofen, mit Schale
2 cremige Gerichte Butternut 4,90 € Püree, Risotto, roh
3 Pasta-Alternativen Spaghettikürbis 4,90 € Nudelersatz
4 Feinschmecker Delicata 4,90 € Füllen, Backen

So findest du die passende Kürbissorte

Kürbis sorten unterscheiden sich weniger im Anbau als in der Küche. Ein paar Punkte solltest du trotzdem vor dem Kauf klären.

  • Wie viel Platz hast du? Alle vier Sorten in dieser Liste brauchen rund 110 cm Pflanzabstand. Eine einzelne Pflanze nimmt also schnell einen Quadratmeter ein – plane lieber zwei Pflanzen weniger als zu viele.
  • Schälen oder nicht? Beim Hokkaido kann die Schale mitgegessen werden, das spart Arbeit. Butternut ist dagegen so faserarm, dass du ihn sogar roh verwenden kannst.
  • Wie wird gegossen? Kürbisse sind durstig: Für Hokkaido, Butternut und Delicata gibt die Anzuchtinfo einen starken Wasserbedarf an, für den Spaghettikürbis viel. Ein Platz nah am Regenfass oder Gartenschlauch macht den Sommer leichter.
  • Wann kannst du vorziehen? Ausgesät wird ab Mitte März auf der warmen Fensterbank. Raus ins Beet kommen die Jungpflanzen in der Regel erst nach den letzten Nachtfrösten, geerntet wird ab Mitte September.

Wie die Anzucht Schritt für Schritt klappt und wie du eigene Samen gewinnst, liest du in unserem Beitrag Kürbis aus Samen ziehen.

Hokkaido

Nr. 1

Für Einsteiger und Suppenfans: Hokkaido

Hokkaido ist der Kürbis, mit dem die meisten anfangen – und das zu Recht. Sein festes, faserarmes Fruchtfleisch schmeckt nussig und erinnert an Esskastanien. Weil die Schale mitgegessen werden kann, wandert er geschnitten direkt in den Topf oder aufs Backblech.

  • 5 Korn pro Tütchen
  • Keimung nach ca. 2 Wochen
  • Pflanzabstand 110 cm
  • Ernte ab Mitte September

4,90 €

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Butternut

Nr. 2

Für cremige Gerichte: Butternut

Der birnenförmige Butternut verdankt seinen Namen dem buttrigen Aroma. Er hat weiches, faserarmes Fruchtfleisch und nur ein kleines Kerngehäuse, du bekommst also viel verwertbaren Kürbis pro Frucht. Fein gehobelt kannst du ihn sogar roh in den Salat geben.

  • 6 Korn pro Tütchen
  • Wenig Kerngehäuse, roh essbar
  • Pflanzabstand ca. 110 cm
  • Ernte ab Mitte September

4,90 €

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Spaghettikürbis

Nr. 3

Für Pasta-Alternativen: Spaghettikürbis

Beim Spaghettikürbis zerfällt das gegarte Fruchtfleisch in lange Fäden, die du wie Nudeln mit Soße servieren kannst. Die Früchte werden 20–25 cm groß und wiegen etwa 1 kg – eine handliche Portion für zwei. Er keimt am liebsten bei 20–25 °C, also etwas wärmer als die anderen Sorten hier.

  • Früchte 20–25 cm, ca. 1 kg
  • Keimtemperatur 20–25 °C
  • Wasserbedarf: viel
  • Ernte ab Mitte September

4,90 €

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Delicata

Nr. 4

Für Feinschmecker: Delicata

Delicata fällt schon im Beet auf: Die länglichen Früchte tragen grüne Streifen auf cremefarbenem Grund. Ihr zartes Fruchtfleisch mit delikatem Geschmack zählt zu den feinsten unter den Kürbissen. Wer Hokkaido schon kennt und etwas Neues ausprobieren will, ist hier richtig.

  • 6 Korn pro Tütchen
  • Keimtemperatur 15–20 °C
  • Pflanzabstand 110 cm
  • Erntebeginn ab Mitte September

4,90 €

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Häufige Fragen

Welche Kürbissorte ist am einfachsten für Anfänger?

Hokkaido ist ein guter Start: Er keimt bei 15–20 °C nach etwa zwei Wochen, und in der Küche musst du ihn nicht schälen. Auch Delicata und Butternut keimen im selben Temperaturbereich.

Wie viel Platz braucht eine Kürbispflanze?

Rechne mit etwa 110 cm Abstand zwischen den Pflanzen. Kürbisse bilden lange Ranken, deshalb lohnt sich ein Platz am Beetrand, wo sie sich ausbreiten können, ohne anderes Gemüse zu überwuchern.

Wann säe ich Kürbis aus?

Vorziehen kannst du ab Mitte März im Haus. Ins Freie setzt du die Pflanzen meist erst nach den Eisheiligen, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. Mehr zur Anzucht steht in unserem Artikel zur Kürbis-Aussaat.

Kann ich aus meinen Kürbissen eigene Samen gewinnen?

Ja, unsere Kürbissamen sind samenfest und damit grundsätzlich zur Wiedervermehrung geeignet. Stehen mehrere Kürbissorten nah beieinander, können sie sich allerdings kreuzen – dann sieht der Nachwuchs nicht unbedingt aus wie die Mutterpflanze.

Wie viele Kürbispflanzen brauche ich?

Für einen Haushalt reichen meist zwei bis drei Pflanzen pro Sorte. Mit fünf oder sechs Korn pro Tütchen hast du noch Reserve, falls ein Samen nicht keimt.

Fazit: Erst das Rezept, dann die Sorte

Für den Einstieg ist Hokkaido kaum zu schlagen, Butternut ergänzt ihn für alles Cremige. Spaghettikürbis lohnt sich, wenn du gern mit Gemüse statt Nudeln kochst, und Delicata ist die Sorte für besondere Gerichte. Weil alle vier ähnliche Ansprüche haben, kannst du sie problemlos nebeneinander anbauen – solange genug Platz für die Ranken bleibt.


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