Urban Gardening - Platzsparend anpflanzen

Du hast keinen Garten, würdest aber trotzdem gerne frische Kräuter, Obst und Gemüse ernten? Kein Problem: Auf deinem Balkon oder deiner Terrasse - oder sogar an einer Hauswand – kannst du erstaunlich viel anbauen. Wir stellen dir einige Urban-Gardening-Trends vor, bei denen garantiert auch etwas dabei ist, das dir gefällt.

Vorteile

Es gibt keine frischere Ernährung als durch selbst angebaute Lebensmittel. Und wenn du deine Lebensmittel selbst anbaust, lebst du nicht nur gesund, sondern tust auch viel für die Nachhaltigkeit: Deine Ernährung ist automatisch regional und saisonal, und deine Lebensmittel sind pestizidfrei und müssen nicht transportiert werden. Außerdem kannst du deinen ökologischen Fußabdruck verkleinern, indem du CO2 und Verpackungsmüll einsparst. Und schließlich unterstützt du das Stadtklima und die Artenvielfalt.

Hochbeetgarten

Hochbeete sind ideal für urbane Gärtner: Da sie viel Platz bieten, gedeihen die Pflanzen gut und die Nährstoffe bleiben in dem relativ großen Bodenvolumen länger erhalten. Du kannst Hochbeete auf einem Balkon, auf einer (Dach-)Terrasse, in einem Vorgarten oder in einem Innenhof aufstellen. Sie ermöglichen den Anbau von so ziemlich allem, was im Garten wächst. Achte jedoch darauf, nur solche Pflanzenarten zu kombinieren, die die gleichen Boden- und Nährstoffansprüche haben.

Töpfe und Balkonkästen

Töpfe sind eine weitere Möglichkeit, sich einen Garten im Miniaturformat ins Haus zu holen: Mit ihnen kannst du auf dem Balkon fast alles anbauen, was sonst in einem Obst- oder Gemüsegarten wächst. Auch hier gilt: Je größer der Platz, desto zufriedener sind deine Pflanzen. Idealerweise sollten die Töpfe einen Durchmesser von mindestens 20 cm und ein Fassungsvermögen von 5 bis 7 Litern haben. Hier kannst du Tomaten, Paprika, Kartoffeln und - mit Kletterhilfen - Gurken und Stangenbohnen anbauen. Auch Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren können in große Töpfe gepflanzt werden.

Balkonkästen eignen sich besonders für schnell wachsendes Gemüse wie Kopfsalat, Stielkohl oder Kohlrabi. Auch Kräuter, Rucola, Radieschen und Erdbeeren machen sich gut in einem Blumenkasten.  Generell gilt: Achte auf die Ausrichtung deines Balkons: Manche Pflanzen bevorzugen einen schattigen Platz, andere wiederum sind für mehr Sonne besser geeignet.

In die Vertikale

Wenn du nur wenig Platz hast, kannst du in die Höhe anstatt in die Breite gehen. Ein so genannter Stufentopf ist eine stufenförmige Konstruktion, die mehrere einzelne Töpfe oder Balkonkästen für den Anbau von z. B. Kräutern oder Gemüse enthält. Auch Blumenständer und Pflanzleitern sind hier eine geeignete Möglichkeit.

Kein Platz im Freien vorhanden? Das denkst du! Du vergisst die Hauswand. Verschiedene Anbieter verkaufen Pflanztaschen für Salat, Kräuter und Erdbeeren. Du kannst sie auch selbst bauen, beispielsweise indem du die Fächer eines alten Schuhregals mit Erde füllst. Oder warum baust du nicht ein vertikales Hängebeet aus einer alten Palette? Es gibt viele Möglichkeiten, deine kahlen Wände in einen Gemüsegarten zu verwandeln!

Platzsparend: das Kräuterkarussell

Bei einem Kräuterkarussell werden große Töpfe mit Erde gefüllt, mit einem Drainagerohr versehen und je nach Größe übereinandergestapelt. Die verbleibenden Flächen können dann für den Anbau von Kräutern, Salat, Erdbeeren oder Gemüse wie Rote Bete oder Fenchel genutzt werden. Sie sehen großartig aus und sind zudem platzsparend.

Anpflanzen in Innenräumen

Wenn deine Wohnung über keinen Außenbereich verfügt, kannst du auch in deinen eigenen vier Wänden zum Gärtner werden. Bei der Kultivierung von Pflanzen in Innenräumen ist es wichtig, dass die Pflanzen das nötige Licht bekommen. Beachte deswegen die Lichtansprüche deiner Pflanzen und stelle deine Pflanzen nach Möglichkeit nah ans Fenster.